21.12.2019

Bindlacher Grüne: Robert Bertoldo ist Bürgermeister-Kandidat

Stimmungsvoll, mit Drei-Mann-Band, "was es ja auch nicht überall bei einer Nominierung gibt", so beschreibt der Sprecher des Grünen-Ortsverbands, Torben Schlieckau, zusammen mit dem Bürgermeister-Kandidaten Robert Bertoldo im Kurier-Gespräch die Nominierung am Mittwochabend im TSV-Sportheim. Gut 25 Frauen und Männer waren zusammengekommen, um sich für die Politik der kommenden Jahre in Bindlach aufzumachen. "Sogar die Leute aus dem Kreusverband sind angetan, was wir hier schon auf die Beine gestellt haben", sagt Bertoldo. Schließlich haben sich die Bindlacher Grünen erst am 14. Oktober gegründet.

Bindlacher wollen Politik-Alternative

Schlieckau ist nach den Gesprächen der vergangenen Wochen und Monate mit den Bindlachern überzeugt: "Die Bindlacher wünschen sich eine Politik-Alternative." Und Bertoldo vermisst "Aufbruchsstimmung und Visionen, die man eigentlich einbringen muss". Was man immer wider höre, sagt Schlieckau: "Bindlach wird verwaltet, nicht gestaltet." Es fehle eine Vorstellung, wo Bindlach im Jahr 2025 oder 2030 stehen soll."

Stilstand im Gemeinderat

Genau da will Bertoldo ansetzen, sagt er. Der gebürtige Bozener, der eine aufs Bauwesen ausgerichtete Fachoberschule mit dem Abitur in der Tasche als Geometer verließ, als Experte im Vermessungswesen, verließ und seit 1989 bei Markgraf als Projektleiter für Nachkalkulation und baubegleitendes Baustellen-Controlling arbeitet, sagt: Er sei "total schockiert", wie im Bindlacher Gemeinderat der Stillstand zementiert werde. "Da sind ganz wenige, die sich zu Wort melden, die Ideen haben. da wird vieles nur abgenickt", sagt Bertoldo. Bertoldo, der auch in der Bürgerinitiative gegen Flächenfraß engagiert ist, nennt auch den Umgang mit der Bürgerinitiative Anfang Dezember im Gemeinderat "kontraproduktiv. Die Bürgerinitiative durfte erst was sagen, nachdem das Bebauungsplanverfahren schon besprochen war". Es brauche mehr Offenheit, mehr Transparenz in der Gemeinderats-Arbeit, sagt Schlieckau. "So kann man die Bürgerbeteiligung fördern."

Alter ist kein Hindernis

Bertoldo, der kommunalpolitisch ein unbeschriebenes Blatt ist - "man kam auf mich zu und hat mich gefragt, ob ich mir das vorstellen kann zu kandidieren" - sieht sein Alter von 62 Jahren, womit er nur für eine Amtsperiode kandidieren könnte, nicht als Hindernis. "Ich fühle mich nicht wie 62. Und ich stehe auf dem Standpunkt, dass man immer weiter lernen muss. Wenn man nicht lernt, steht man still. Und nur wenn ich lerne, kann ich die Aufgaben, de mir gestellt werden, lösen", sagt Bertoldo. Sein Motto: "Wir wollen nicht kämpfen, wir wollen überzeugen - und mit den anderen zusammenarbeiten."

Ziel: mindestens in die Stichwahl

Das Ziel der Grünen bei der Kommunalwahl definieren Schlieckau und Bertoldo so: "Drei bis vier Sitze trauen wir uns zu." Das Wählerpotenzial, sagt Torben Schlieckau, "ist da". Und was das Bürgermeister-Amt angeht, gibt sich Robert Bertoldo optimistisch: "Am Anfang war ich skeptisch. Aber mittlerweile bin ich guter Dinge, dass in Richtung Stichwahl auf jeden Fall was geht."

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