Land- und Forstwirtschaft im Zeichen des Klimawandels

Unser Ortsverband konnte kurz vor der Kommunalwahl Dr. Andreas von Heßberg zu einem Vortrag gewinnen. Am 10. März referierte der Landratskandidat von Bündnis90/Die Grünen zum Thema „Wie stabil sind Land- und Forstwirtschaft in Zeiten des Klimawandels“ im Sportheim des SV Heinersreuth. Als Geoökologe an der Uni Bayreuth befasst er sich seit vielen Jahren mit den Auswirkungen der Klimakrise auf die heimische Vegetation und die Böden. Sein Spezialgebiet sind Stresssituationen für Wiesen und Wälder. Der Fachmann geht von einer Temperaturerhöhung in Oberfranken von 4 bis 5 Grad Celsius aus. Der Beobachtungszeitraum reicht bei dieser Annahme von 1990 bis 2100. Aus diesem Grund muss die Waldbewirtschaftung entsprechend angepasst werden. Die Feuchtigkeit darf so wenig wie möglich aus dem Wald entweichen. Das Nutzholz soll mit Bedacht entnommen werden, damit keine Kahlschläge entstehen. Die Vegetationsschicht am Boden darf im Sommer nicht durch große Harvester zerstört werden. Andreas von Heßberg ist selbst Imker und Forstwirt. Weiterhin arbeitet er u.a. als Rissgutachter im Falle von Wildschäden.

Bei der anschließenden regen Diskussion überzeugte der Landratskandidat durch sein fundiertes Praxiswissen. Wir danken Andreas von Heßberg für den gelungenen Abend.

Ein Dank gilt auch dem Vorsitzenden des SV Heinersreuth. Helmut Franke war bereits zum dritten Mal Gastgeber für Veranstaltungen der Grünen in Heinersreuth.

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Unternehmen müssen Verantwortung übernehmen!

Unternehmen müssen dazu verpflichtet werden, menschenrechtliche Risiken in ihren Lieferketten zu analysieren und diesen vorzubeugen, sowie transparent darüber zu berichten.

www.misereor.de/informieren/unternehmens-verantwortung/initiative-lieferkettengesetz

Florian Blank stellt Solawi vor (Kopie 1)

Am 27. Februar 2020 luden die Grünen Heinersreuth Florian Blank zu einem Vortrag über die Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) in den Gasthof Vogel in Unterwaiz ein. Florian Blank wohnt mittlerweile in Cottenbach und bezeichnet sich als Freigärtner. Im letzten Jahr hatte er ein eigenes SoLaWi-Projekt im Freigarten Stein bei Busbach gegründet. Der Testbetrieb lief mit zehn Abnehmern seiner gärtnerischen Produkte. In der nächsten Produktionsperiode will Florian den Betrieb erweitern und plant mit mindestens 30 sogenannten „Ernteteilern“. Mittlerweile existiert in Deutschland ein umfangreiches SoLaWi-Netzwerk, nachzulesen auf der Webseite www.solidarische-landwirtschaft.org. Die Idee orientiert sich an dem Vorbild der Community Supported Agriculture (CSA) aus den USA, bei der ein vertrauensvolles Miteinander im Vordergrund steht. Die Besucher*innen im Gasthof Vogel zeigten sich sehr interessiert an dem Thema. Natürlich war die spannende Frage, wie hoch der Einsatz ist und welche Gegenleistung zu erwarten ist. Florian Blank erkärte, dass die Vertragslaufzeit zwölf Monate beträgt, wobei ein Wirtschaftsjahr immer vom 1.7. bis zum 30.6. des Folgejahres läuft. Der Vertragspartner kann zum Beispiel einen vollen Ernteteil zu 89,00 Euro im Monat buchen oder bei geringerem Bedarf einen halben Ernteteil zu 60,00 Euro. Zusätzlich ist ein einmaliges Darlehen in Höhe von 200,00 Euro zu gewähren. Als Gegenleistung erhalten die Ernteteiler Obst und Gemüse aus ökologischem Anbau. In der Winterzeit werden die Produkte in Erdkellern frisch gehalten. Der SoLaWi-Betreiber sucht deshalb im Raum Bayreuth noch weitere Erdkeller, die gleichzeitig als Abholstätten dienen. Weitere Informationen bietet Florian Blank auf seiner Webseite www.freigarten-stein.de an.

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