Bayreuth Land http://gruene-bayreuth-land.de gruene-bayreuth-land.de_content830349 Grüne Oberfranken https://www.kurier.de/inhalt.gruene-oberfranken-auch-florian-questel-jetzt-im-landesausschuss.613923ee-58f2-4599-a2a1-491444cb4395.html?fbclid=IwAR1ClySwqJ6pm8lm01jO2vA8IzRmPZ4N21kdvkPdrgmgU8y0ex13Zpk6p2c  Kurier online  Stefan Brand,  08.11.2021

Oberfrankens Grüne sind mit Ergebnis des Parteitags in Augsburg zufrieden.

Nicht alle Wünsche gingen in Erfüllung – und dennoch sind die oberfränkischen Grünen sehr zufrieden mit ihrem Abschneiden bei diversen Wahlgängen während des Landesparteitages in Augsburg. Auch, weil ihre Stimme an Gewicht gewonnen hat.

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Mon, 08 Nov 2021 06:40:05 +0100
gruene-bayreuth-land.de_content781564 Sepp-Daxenberger-Preis geht an Wissenschaftler für Aufklärung eines Windkraft-Irrtums http://gruene-bayreuth-land.de/presse/expand/781564/nc/1/dn/1/ Die Parteivorsitzenden der bayerischen GRÜNEN, Eva Lettenbauer und Thomas von Sarnowksi, haben heute in München den Sepp-Daxenberger-Preis an den Wissenschaftler Dr. Stefan Holzheu verliehen. Der Geoökologe hat die fehlerhafte, viel zu hohe Berechnung der Infraschall-Belastung durch Windkraftanlagen und damit ein ganz maßgebliches Argument von Windkraftgegner*innen widerlegt

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Wed, 11 Aug 2021 10:53:17 +0200
gruene-bayreuth-land.de_content816371 Plagiats-Vorwürfe an Baerbock Ablenkungsmanöver? https://www.kurier.de/inhalt.plagiats-vorwuerfe-an-baerbock-ablenkungsmanoever.b4718f64-bd2d-4e99-abf5-220c648caa9c.html Wed, 11 Aug 2021 10:49:05 +0200 gruene-bayreuth-land.de_content815890 Wie kommt ein Traktor in den Solarpark https://www.kurier.de/inhalt.landkreis-bayreuth-wie-kommt-ein-traktor-in-den-solarpark.916b8f5b-3a99-4366-9917-2afe971a290c.html https://www.kurier.de/inhalt.landkreis-bayreuth-wie-kommt-ein-traktor-in-den-solarpark.916b8f5b-3a99-4366-9917-2afe971a290c.html

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Fri, 02 Jul 2021 08:19:13 +0200
gruene-bayreuth-land.de_content800617 Pressemitteilung: „Pflege kann nicht jede*r!“ http://gruene-bayreuth-land.de/presse/  

Susanne Bauer, die Grüne Direktkandidatin im Wahlkreis Bayreuth ist selbst seit 20 Jahren in der Sozialen Arbeit tätig -als gelernte Ergotherapeutin auch mit Einblick in die Altenpflege. Ihr gelang es in der ersten Runde zur Pflege Expert*innen aus Politik und Praxis zusammenbringen. „In Deutschland fehlen rund 100.000 VZ-Pflegekräfte. In den nächsten Jahren geht rund 1/4 der Pfleger*innen in Rente. Und wir sind hier in Oberfranken besonders stark vom demografischen Wandel betroffen – ich möchte, dass wir bei uns gut versorgt alt werden kann und dazu gehört dass Pflege...]]> Fri, 19 Mar 2021 07:30:33 +0100 gruene-bayreuth-land.de_content796809 Großartige digitale Veranstaltung zum politischen Aschermittwoch http://gruene-bayreuth-land.de/presse/ https://www.kurier.de/inhalt.kunst-und-kultur-susanne-bauer-hoert-sich-sorgen-der-kulturschaffenden-an.4cd42037-1fcf-4d30-b641-9e3d777911ac.html

Kunst und Kultur Susanne Bauer hört sich Sorgen der Kultursc...]]> Wed, 11 Aug 2021 10:48:15 +0200 gruene-bayreuth-land.de_content792314 Mit dem Bürger Bus ins Impfzentrum http://gruene-bayreuth-land.de/presse/ kostenloser Transport von Senioren zu den Impfzentren im Landkreis Bayreuth. Eine tolle Aktion auf Initiative unseres Bezirks- und Kreisrates Manfred Neumeister. ]]> Wed, 11 Aug 2021 10:48:02 +0200 gruene-bayreuth-land.de_content785565 Flüchtlingssituation im Landkreis http://gruene-bayreuth-land.de/presse/ Wed, 11 Aug 2021 10:47:55 +0200 gruene-bayreuth-land.de_content781318 Pflegestützpunkt für den Landkreis http://gruene-bayreuth-land.de/presse/ Sun, 29 Nov 2020 12:47:47 +0100 http://gruene-bayreuth-land.de/presse/press-detail/article/fraenkische-gruene-zu-bienengift-im-zuckerruebensaatgut/ Fränkische Grüne zu „Bienengift“ im Zuckerrübensaatgut http://gruene-bayreuth-land.de/presse/press-detail/article/fraenkische-gruene-zu-bienengift-im-zuckerruebensaatgut/ http://gruene-bayreuth-land.de/presse/press-detail/article/fraenkische-gruene-zu-bienengift-im-zuckerruebensaatgut/ Gegen Neonics auf Zuckerrübenackern – Protest der fränkischen Grünen Für Franken wurde gebeiztes... Gegen Neonics auf Zuckerrübenackern – Protest der fränkischen Grünen

Für Franken wurde gebeiztes Saatgut für Zuckerrüben zugelassen: dieses enthält Neonicotinoide (gegen die Blattlaus), mit bekannten Folgen für Bienen und andere Insekten. Das Insektizid bleibt im gesamten Vegetationszyklus der Zuckerrübe enthalten. Zwar wird die Zuckerrübe vor der Blüte geerntet, jedoch stillen die Insekten ihren Durst am sogenannten Gutationswasser der Zuckerrübenpflanze und dabei nehmen sie nachweislich eben auch diese schädigenden Stoffe auf – Bienen, z. B., verlieren dauerhaft die Orientierung und finden nicht zurück in den Stock.

„Das Verbot der Neonicotinoide rührt von einem großen Bienensterben im Rheingraben. Der Wirkstoff, ein Insektizid, war damals dem konventionellen Maissaatgut beigemischt. Selbst nach der Maisernte fand sich der Wirkstoff im Ackerboden. Auf vielfache Anträge der Mitgliedsstaaten haben die Brüsseler Behörden die Notfallzulassungen durch die Antragsteller ermöglicht: „Nach einer Mehrheitsentscheidung, gegen uns Grüne, hat der Landwirtschaftsausschuss im Landtag dieser Notfallzulassung für Neonics in den fränkischen Zuckerrübenanbaugebieten zugestimmt. Es ist für uns Grüne ein echter Hammer, dieses Bienengift durch die Hintertür erneut auf die Fränkischen Äcker zu bringen“, so Paul Knoblach, unterfränkischer MdL und selbst Landwirt. Susanne Bauer, Sprecherin der Grünen Oberfranken und Bundestagskandidatin im Wahlkreis Bayreuth: „Mit dem erfolgreichsten Volksbegehren Bayerns „Rettet die Bienen“ hat unsere Bevölkerung deutlich gezeigt, dass sie Artenvielfalt schützen will: die Regierungskoalition muss sich nun an ihren Entscheidungen messen lassen – die Ernsthaftigkeit ihrer Bekundungen ist mit dieser Entscheidung konterkariert.“

Die entsprechenden Flächen erstrecken sich dabei über alle fränkischen Bezirke: der Behauptung zum Erhalt der fränkischen Zuckerrübenproduktion wäre dies alternativlos, setzt Heidi Deffner, Sprecherin der Grünen Mittelfranken dagegen: “Auf den Nachbaräckern gedeihen Ökozuckerrüben völlig ohne Neonics, völlig ohne Pestizide.“

Das zeigt sehr deutlich, dass es nicht genügt darauf zu vertrauen, dass CSU und FW den mit dem Volksbegehren dokumentierten Willen der Bürger*innen umsetzen oder gar selbst Einsicht zeigen, wenn es um Natur- und Umweltschutz geht: „Zug um Zug wird hier aufgeweicht, was „Artenschutz 2.0“ werden sollte.“, so Volker Goll, Sprecher der Grünen Unterfranken.

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http://gruene-bayreuth-land.de/presse/press-detail/article/landratskandidatenandreas_von_hessberg_von_den_gruenen/ Landratskandidaten: Andreas von Heßberg von den Grünen http://gruene-bayreuth-land.de/presse/press-detail/article/landratskandidatenandreas_von_hessberg_von_den_gruenen/ http://gruene-bayreuth-land.de/presse/press-detail/article/landratskandidatenandreas_von_hessberg_von_den_gruenen/ Von Gabi Schnetter, 31.01.2020 Nordbayerischer Kurier BAYREUTH/GESEES. Andy Eisbär heißt... Auf dem Weg zu seinem Arbeitsplatz am südlichen Ende des Ökologisch-Botanischen Gartens erzählt der Diplom-Geoökologe, der an der Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften im Bereich Störungsökologie und Vegetationsdynamik tätig ist, wie er überhaupt zu den Grünen gekommen ist. Das sei 1979 oder 1980 gewesen, „damals als Strauß die Grünen als fünfte Kolonne Moskaus bezeichnete, und wir der Feind waren.“ Heute merke die CSU wieder, dass sie den Heimatbegriff nicht gepachtet habe, sagt er.

Dazwischen klingelt immer wieder mal das Handy. Auch Privates will abgesprochen sein. Seine Tochter kommt nächstes Jahr in die Schule, und ist gerade beim Chor. Wer holt sie ab, wer kauft fürs Abendessen ein? Familienalltag.

Am südlichen Rand des Botanischen Gartens finden sich auf einer großzügigen Fläche verschiedenste Vorrichtungen: schräg ausgerichtete, provisorische Foliendächer, die in eine Dachrinne münden und große Wärmelampen, die über Grasflächen hängen. „Im Prinzip nehmen wir hier den Klimawandel vorweg“, erklärt von Heßberg, oder vereinfacht ausgedrückt: „Wir quälen die Natur, testen die Widerstandsfähigkeit der Arten und prüfen, wie lange sie brauchen, um sich wieder zu erholen.“

Simulierter Wassermangel

Auf der Wiesenfläche unter dem Dach, die seit 40 Jahren ohne jede chemische Behandlung oder Düngung auskommt, wird Wassermangel simuliert. 40 bis 60 Prozent weniger Regen erhalten die Pflanzen dort und unter den Lampen geht es um Trockenheit, Dürre, und wie sich unterschiedliche Düngung auswirkt. Am kräftigen Grün im Strahlungsbereich kann man leicht erkennen, dass die Pflanzen trotz des Winters weiter gedeihen.

Den Wissenschaftlern geht es um Toleranz, Widerstandsfähigkeit und Regeneration. Und das sind ihre Ergebnisse: je höher die Artenvielfalt umso widerstandsfähiger ist die Vegetation gegen Störungen von außen. Und: auch die Erholung nach einer Störung vollzieht sich schneller. Erkenntnisse, die schnell im Alltag greifen müssen, sagt von Heßberg. „Wir können nicht 50 Jahre warten bis wir das umsetzen, was wir jetzt schon wissen.“

Das Überleben der Landwirtschaft im Klimawandel ist von Heßberg ein Herzensanliegen. „Ich kämpfe um jeden Bauernhof,“ sagt er. Und er macht da auch keinen Unterschied zwischen Vollerwerbslandwirt mit 200 Kühen und dem Nebenerwerbslandwirt, der nur fünf Tiere hält.

Hauptproblem für ihn ist die EU- Politik. „Die Landwirte sind Opfer falsch ausgerichteter Subventionen. Wir müssen weg von den hohen Flächenprämien.“ Und er geißelt die Diskussion um die Gülleverordnung. „Statt in großen Mengen auf die Felder und Äcker sollte die Gülle in die Biogasanlage gebracht werden. Aber die Landwirte kriegen ja von ihrem Feldnachbarn mehr als an der Biogasanlage.“

Und auch dort sei nicht geklärt, wohin die Gärreste dann gebracht werden. „Das Grundwasser und die Böden brauchen keinen weiteren Stickstoff mehr, sonst können unsere lokalen Trinkwasserquellen und Brauereien dicht machen.“

Kulturlandschaft ans Herz gewachsen

Nicht zuletzt aus dem Grund strebt von Heßberg den Einzug in das Landratsamt an, in dem auch die Untere Naturschutzbehörde zu Hause ist. „Alle Bürger müssen dafür sorgen, dass unsere Kulturlandschaft geschützt wird.“ Und die ist dem Sohn eines Forstbeamten ans Herz gewachsen. Als Kind war er nach der Schule auf den Bauernhöfen in der Nachbarschaft unterwegs. „Ich habe immer bei der Kartoffel- oder Getreideernte und beim Stallausmisten und Füttern mitgeholfen, kann aber auch sehr gut mit der Motorsäge umgehen.“

Doch es sind noch mehr Themen, die ihm nahegehen. Die Mobilität beispielsweise. Da müsse es viel mehr vorangehen auf dem Land. „Wir brauchen im öffentlichen Nahverkehr das 365-Euro-Jahresticket, einen schnelleren Takt und attraktivere Fahrzeuge.“ Und manchmal müsse man dafür auch Geduld und Kondition haben. Obwohl, meint er, und hält kurz inne – „ich bin mit meinen 55 Jahren wohl der älteste der fünf Landratskandidaten.“

Was die Mobilität anbelangt, müssen auch Dorfgemeinschaften viel leisten, meint er. Im Modell Bürgerbus beispielsweise sieht er große Chancen. „Da ist so viel Kreativität drin, da sehe ich mich als Landrat eher als Gestalter denn als Verwalter.“ Sein großer Vorteil, wenn er denn gewählt werde: „Ich gehe völlig unverbraucht und offen in alle Richtungen an das Ganze heran.“

Und eines seiner großen Hobbys, die Imkerei, hilft ihm auch hier beim Argumentieren. Auch als Imker müsse man mal Niederlagen einstecken. Einem Landrat ergehe das bestimmt ähnlich. Dessen Arbeit sei aber auch nicht unähnlich einer Expedition, meint dann der Globetrotter: Voller Herausforderungen, denen man hoch konzentriert bei der Sache und gut vernetzt begegnen müsse.

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Sat, 01 Feb 2020 17:26:00 +0100
http://gruene-bayreuth-land.de/presse/press-detail/article/fairer_handel_und_regionale_bioprodukte_retten_nicht_die_welt_aber_es_ist_ein_guter_anfang/ Fairer Handel und regionale Bioprodukte retten nicht die Welt, aber es ist ein guter Anfang“ http://gruene-bayreuth-land.de/presse/press-detail/article/fairer_handel_und_regionale_bioprodukte_retten_nicht_die_welt_aber_es_ist_ein_guter_anfang/ http://gruene-bayreuth-land.de/presse/press-detail/article/fairer_handel_und_regionale_bioprodukte_retten_nicht_die_welt_aber_es_ist_ein_guter_anfang/ Am letzten Freitag, 24.01., versammelten sich Bürgerinnen und Bürger im Reservistenheim... Wenn wir bei uns vor Ort unseren Konsum stärker nach ökologischen und sozialen Kriterien ausrichten würden, kann sich die Situation in den sogenannten Schwellen- und Entwicklungsländern sehr viel mehr verbessern, als es einseitige Zahlungen im Rahmen der Entwicklungshilfe vermögen.

So ging es bei seinem Vortrag konkret um die Umgestaltung unserer Heimatorte hin zu fairen Städten und Gemeinden. „Global Denken – lokal handeln“, dies erklärt in einer einfachen Schlagformel die Idee der Fairen Kommune. In einer globalen Welt sind viele lokale Faktoren in die weltweiten Güter- und Handelsströme integriert. Daher kann unser lokales Konsumverhalten nicht mehr von den globalen Entwicklungen in Bezug auf Handel, Natur, Wirtschaft, Soziales und Politik losgelöst betrachtet werden.

Wir üben durch unser Verhalten mittel- und unmittelbaren Einfluss auf die genannten Bereiche weltweit aus. Die Auswirkungen fairer Preise auf Güter des täglichen Bedarfs, wie z.B. Kaffee, sind preislich für uns tendenziell weniger spürbar, bewirken aber bei den Erzeugern in Schwellen- und Entwicklungsländern deutlich existentielle Verbesserungen. Unser Wirtschaftssystem bietet bis auf gesetzgeberische Freiwilligkeit bislang keinen hinreichend konkreten Lösungsansatz. Auch der Vorstoß der EU durch die EU-Richtlinie 2014/24/EU vom 18. April 2014 starke politische Leitplanken vorzugeben, wurde durch juristische Spitzfindigkeiten in Deutschland ausgehebelt, denn bei uns ist die Verankerung umweltbezogener und sozialer Kriterien in öffentlichen Ausschreibungen und Vergabeverfahren erlaubt, aber leider nicht verpflichtend. Das Potenzial zur ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit haben die bisherigen Bundesregierungen bislang verspielt, denn die öffentliche Hand investiert pro Jahr schätzungsweise zwischen 250 und 480 Milliarden Euro in Güter und Dienstleistungen, die eben nicht fair beschafft werden.

 

Wenn Bund und Land es versäumen, dann müssen eben die Kommunen aktiv werden. Die Antwort liegt mithin also in der Stärkung der Regionalität, was auch ökonomisch und ökologisch sinnvoll und nachhaltig ist. In der anschließenden Podiumsdiskussion stellten sich die Podiumsteilnehmer den interessierten Fragen der Besucher. So gab Dr. Sandra Huber, Grüne Bürgermeisterkandidatin aus Pegnitz und Sprecherin der Steuerungsgruppe „Fair Trade“ im Landkreis Bayreuth sowie Fair Trade Town Pegnitz gute Tipps bei der operativen Umsetzung in der Gemeinde Eckersdorf.

Hohes Interesse bestand auch an der solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi) von Florian Blank, der einen SoLaWi-Betrieb in Stein bei Busbach betreibt. Das Besondere ist bei dieser speziellen landwirtschaftlichen Organisationsform, dass lokale Verbraucher mit einem lokalen Partner-Landwirt kooperieren und so Einfluss und Einblick in die lokale Produktion erhalten. Dafür geben die Verbraucher Abnahmegarantien und beteiligen sich monetär am solidarischen, landwirtschaftlichen Betrieb.

Auf die besondere Verantwortung der Konsumenten am globalen wirtschaftlichen Geschehen verwies Landratskandidat Dr. Andreas von Heßberg und berichtete dabei über eklatante Verletzungen von Menschenrechten in China. Alles weit weg, aber bei der Betrachtung von Beschaffungsströmen aus China wird eins deutlich: wir kaufen letztlich viele Waren und Dienstleistungen aus dem Reich der Mitte ein, ohne zu fragen, unter welchen unsozialen und ausbeuterischen Rahmenbedingungen diese hergestellt werden.

Was wäre also zu tun? Einen Ansatz zeigen Lisa Wellisch, Andreas Endl und Uwe Koch vom Vorstand des grünen Ortsverbandes Eckersdorf auf: nach dem Einzug in den Gemeinderat werden wir als Grüne einen fraktionsübergreifenden Ratsbeschluss zur Etablierung einer Steuerungsgruppe und für die „Fairtrade-Gemeinde“ Eckersdorf herbeiführen. Dass ein parteiübergreifendes Interesse besteht, zeigt auch die Anwesenheit anderer Parteien und die von der Eckersdorfer Bürgermeisterin Sybille Pichl. Nur gemeinsam lassen sich solche wichtigen soziale und ökologische Zukunftsprojekte umsetzen, denn wir wollen, dass alle unsere Gemeinden nachhaltiger werden – weil wir hier leben!

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Thu, 30 Jan 2020 14:38:00 +0100
http://gruene-bayreuth-land.de/presse/press-detail/article/pegnitz_fit_fuer_die_zukunft_machen/ Pegnitz fit für die Zukunft machen http://gruene-bayreuth-land.de/presse/press-detail/article/pegnitz_fit_fuer_die_zukunft_machen/ http://gruene-bayreuth-land.de/presse/press-detail/article/pegnitz_fit_fuer_die_zukunft_machen/ Die Bürgermeisterkandidatin der Grünen, Sandra Huber, will die Verkehrswende PEGNITZ Von Julian...  Sandra Huber meint es ernst. Die Bürgermeisterkandidatin der Grünen will Pegnitz fit für die Zukunft machen. Im Zentrum stehen dabei die öffentlichen Verkehrsmittel. Das Cabriosol will sie in jedem Fall erhalten.

„Wir würden Klimaschutz ernst nehmen und Entscheidungen, die wir treffen, tatsächlich auf Klima-Auswirkungen überprüfen“, sagt Sandra Huber und überschreibt so ihre Zielsetzung, sollte sie im März zur Bürgermeisterin gewählt werden.

Es gehe hier um die Zukunft der Stadt, sagt Huber: Die Entscheidungen, gerade beim Bau, die heute getroffen würden, seien Festlegungen für die kommenden 20 bis 30 Jahre. „Es ist besser, heute in zukunftsträchtige Energie und Gebäude zu investieren, weil sich das mit der Zeit mindestens ausgleicht“, ist Huber überzeugt.

Ein weiteres Feld, auf dem Sandra Huber viele Möglichkeiten sieht, ist die Verkehrspolitik. Dort verträten die Grüne eine einzigartige Position, wie sie sagt: „Wir wollen auf die öffentlichen Verkehrsmittel und vor allem die Bahn setzen.“ In den vergangenen Jahren sei verstärkt auf die Autobahnanbindung gesetzt worden, die eigentlich gute Bahnanbindung sei derweil „unterbelichtet“ gewesen.

Wem es ernst damit sei, eine Verkehrswende zu organisieren, der müsse den Bahnhof und sein Potenzial besser nutzen. „Die Ankommenden müssen sich informieren können, wie sie vom Bahnhof aus weiterkommen. Es gibt Menschen, die erwarten, hier nicht zu stranden“, erklärt Huber.

Vor Ort soll das ganz konkret zwei Dinge bedeuten: Car-Sharing – „Das muss es in Pegnitz geben“ – und eine Busverbindung im Stundentakt in die Stadtteile und größeren Gemeinden wie Pottenstein, Auerbach und Betzenstein. „Das hilft Touristen, die hierher kommen, um zu wandern, und den Weg zurück mit dem Bus fahren wollen“, so Huber. Aber auch für Pegnitzer, die in Nürnberg oder Bayreuth arbeiten, sei ein guter Nahverkehr zum Pendeln attraktiv.

Deutlich macht sie das am Beispiel ihres Sohnes: „Er wollte in Pottenstein beim 24-Stunden-Schwimmen dabei sein. Dabei musste er sich nach den Bussen richten, die nur alle drei bis vier Stunden fahren.“ Noch schwerwiegender sei der Mangel an einem regelmäßigen Nahverkehr aber an anderen Stellen: „Das muss praktikabel sein für Menschen, die arbeiten. Nur so kommen die Menschen überhaupt auf die Idee, Bus und Bahn zu nutzen. Viele Menschen fahren Auto, weil es nicht anders geht.“

Es gebe einen Zusammenhang zwischen einer guten Verkehrsanbindung und der Attraktivität einer Stadt. „Das ist eine Chance, die man wohl noch nicht erkannt hat“, sagt Huber. Auch über Landkreisgrenzen hinaus müsse in einem modernen Land wie Deutschland eine solche Zusammenarbeit möglich sein. „Wir glauben, dass ein entsprechendes Angebot auch zur Nachfrage führt.“

Beim Cabriosol macht sich Huber derweil keine Illusionen: „Das wird auf Dauer Defizite machen.“ Die Verluste müssten aber dringend reduziert werden, sagt Sandra Huber, die besonders im Betriebsablauf und im Marketing Potenzial sieht. „Ich hätte gerne intensiv geprüft, ob man hier nicht verstärkt mit erneuerbaren Energien arbeiten kann“, sagt die Kandidatin. Sorgenkind sei besonders das Dach: „Das würde man heute so nicht mehr bauen. Die wenigen Tage, an denen das aufmacht, sind die Kosten und den Aufwand nicht wert.“

Auch KSB könne man hier mit einbeziehen: „Ich kann mir vorstellen, dass man deren überschüssige Energie durch ein Nahwärmenetz für das Cabriosol und einige Privatgrundstücken nutzen kann.“ So könnten dort alte Öl- und Gasheizungen überflüssig werden. Die Stadt sei gerade dabei, diese Möglichkeit zu prüfen – eine Entwicklung, die Sandra Huber ausdrücklich begrüßt.

Im Marketing könne man darüber hinaus Veranstaltungen deutlicher bewerben und für eine bessere Beschilderung gerade beim Bistro sorgen. Bei der Essensausgabe gebe es auch das Potenzial, Abläufe zu optimieren und so mehr Gäste schneller zu bedienen.

All das sei notwendig, weil für Huber eine Schließung nicht infrage kommt: „Eine Stadt wie Pegnitz muss sich das leisten – gerade als Schulstadt.“ Abgesehen vom Cabriosol kann sich Huber aber vorstellen, den Rotstift anzusetzen. „Man muss sehen, was geht und was nicht geht. Ich würde gerne alles behalten, aber nicht alles Wünschenswerte ist auch finanzierbar“, sagt die 44-Jährige.

Es brauche sowohl ein Leitbild für die Zukunft der Stadt als auch Möglichkeiten zur Bürgerbeteiligung. Huber sagt, sie könne sich vorstellen, die Bevölkerung über einzelne Projekte abstimmen zu lassen. Ein Teil dieses Leitbildes sei für sie der sanfte Tourismus, so Huber: „Wer eine klimafreundliche Stadt sein will, muss die Aktivitäten danach ausrichten.“ Die Attraktionen, die die Stadt habe, müsse man zugänglich und instand halten – „aber naturverträglich und zurückhaltend“. „Man kann hier die Natur erleben, radfahren, wandern, alles ohne große Infrastruktur“, schwärmt Sandra Huber.

Das sei auch ihr Wunsch für den Schlossberg. Der sei als Naturraum und Naherholungsgebiet großartig: „Klar muss man einiges renovieren – Treppen, Toiletten, Bänke oder Gebäude.“ Aber man brauche dort keinen Abenteuerspielplatz zu bauen: „Der Wald ist Abenteuerspielplatz genug.“

www.kurier.de/inhalt.buergermeisterkandidaten-portraet-pegnitz-fit-fuer-die-zukunft-machen.ffe3960c-effd-4d08-aefa-dcf4284a29a6.html

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Wed, 29 Jan 2020 16:18:00 +0100
http://gruene-bayreuth-land.de/presse/press-detail/article/bindlacher_gruenerobert_bertoldo_ist_buergermeister_kandidat/ Bindlacher Grüne: Robert Bertoldo ist Bürgermeister-Kandidat http://gruene-bayreuth-land.de/presse/press-detail/article/bindlacher_gruenerobert_bertoldo_ist_buergermeister_kandidat/ http://gruene-bayreuth-land.de/presse/press-detail/article/bindlacher_gruenerobert_bertoldo_ist_buergermeister_kandidat/ Von Eric Waha, Nordbayerischer Kurier BINDLACH. Die Grünen in Bindlach gibt es erst gut zwei... Stimmungsvoll, mit Drei-Mann-Band, "was es ja auch nicht überall bei einer Nominierung gibt", so beschreibt der Sprecher des Grünen-Ortsverbands, Torben Schlieckau, zusammen mit dem Bürgermeister-Kandidaten Robert Bertoldo im Kurier-Gespräch die Nominierung am Mittwochabend im TSV-Sportheim. Gut 25 Frauen und Männer waren zusammengekommen, um sich für die Politik der kommenden Jahre in Bindlach aufzumachen. "Sogar die Leute aus dem Kreusverband sind angetan, was wir hier schon auf die Beine gestellt haben", sagt Bertoldo. Schließlich haben sich die Bindlacher Grünen erst am 14. Oktober gegründet.

Bindlacher wollen Politik-Alternative

Schlieckau ist nach den Gesprächen der vergangenen Wochen und Monate mit den Bindlachern überzeugt: "Die Bindlacher wünschen sich eine Politik-Alternative." Und Bertoldo vermisst "Aufbruchsstimmung und Visionen, die man eigentlich einbringen muss". Was man immer wider höre, sagt Schlieckau: "Bindlach wird verwaltet, nicht gestaltet." Es fehle eine Vorstellung, wo Bindlach im Jahr 2025 oder 2030 stehen soll."

Stilstand im Gemeinderat

Genau da will Bertoldo ansetzen, sagt er. Der gebürtige Bozener, der eine aufs Bauwesen ausgerichtete Fachoberschule mit dem Abitur in der Tasche als Geometer verließ, als Experte im Vermessungswesen, verließ und seit 1989 bei Markgraf als Projektleiter für Nachkalkulation und baubegleitendes Baustellen-Controlling arbeitet, sagt: Er sei "total schockiert", wie im Bindlacher Gemeinderat der Stillstand zementiert werde. "Da sind ganz wenige, die sich zu Wort melden, die Ideen haben. da wird vieles nur abgenickt", sagt Bertoldo. Bertoldo, der auch in der Bürgerinitiative gegen Flächenfraß engagiert ist, nennt auch den Umgang mit der Bürgerinitiative Anfang Dezember im Gemeinderat "kontraproduktiv. Die Bürgerinitiative durfte erst was sagen, nachdem das Bebauungsplanverfahren schon besprochen war". Es brauche mehr Offenheit, mehr Transparenz in der Gemeinderats-Arbeit, sagt Schlieckau. "So kann man die Bürgerbeteiligung fördern."

Alter ist kein Hindernis

Bertoldo, der kommunalpolitisch ein unbeschriebenes Blatt ist - "man kam auf mich zu und hat mich gefragt, ob ich mir das vorstellen kann zu kandidieren" - sieht sein Alter von 62 Jahren, womit er nur für eine Amtsperiode kandidieren könnte, nicht als Hindernis. "Ich fühle mich nicht wie 62. Und ich stehe auf dem Standpunkt, dass man immer weiter lernen muss. Wenn man nicht lernt, steht man still. Und nur wenn ich lerne, kann ich die Aufgaben, de mir gestellt werden, lösen", sagt Bertoldo. Sein Motto: "Wir wollen nicht kämpfen, wir wollen überzeugen - und mit den anderen zusammenarbeiten."

Ziel: mindestens in die Stichwahl

Das Ziel der Grünen bei der Kommunalwahl definieren Schlieckau und Bertoldo so: "Drei bis vier Sitze trauen wir uns zu." Das Wählerpotenzial, sagt Torben Schlieckau, "ist da". Und was das Bürgermeister-Amt angeht, gibt sich Robert Bertoldo optimistisch: "Am Anfang war ich skeptisch. Aber mittlerweile bin ich guter Dinge, dass in Richtung Stichwahl auf jeden Fall was geht."

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Sat, 21 Dec 2019 16:31:00 +0100
http://gruene-bayreuth-land.de/presse/press-detail/article/weil_wir_hier_leben-5/ „Weil wir hier leben“ http://gruene-bayreuth-land.de/presse/press-detail/article/weil_wir_hier_leben-5/ http://gruene-bayreuth-land.de/presse/press-detail/article/weil_wir_hier_leben-5/ Grünen-Ortsverband stellt Liste für die Gemeinderatswahl vor Heinersreuth ... Mit dabei waren Bürger aus dem Gemeindegebiet, die parteilos sind, aber mit den Zielen der grünen Politik sympathisieren. Auch Grünen-Mitglieder aus benachbarten Ortsverbänden waren anwesend. Über jede einzelne Position wurde in geheimer Wahl abgestimmt. Zwei Frauen und sechs Männer stellten sich zur Wahl. Dazu kommt eine weitere Frau als Ersatzkandidatin.

Susanne Bauer, Kreis- und Bezirksvorsitzende, wurde von den anwesenden Mitgliedern per Akklamation zur Wahlleiterin bestimmt. Die Bewerber stellten sich und ihre politischen Leitthemen und Visionen für die Gemeinde Heinersreuth in kurzen Reden vor.

Vorsitzender Patrick Standl zeigte die Stationen der Grünen von der Gründung des Ortsverbandes im Juli 2019 bis zur Nominierungsversammlung auf. Mehrere Bürger-Stammtische, eine Radtour durch das Rotmaintal, die Teilnahme am Dorfparkfest in Altenplos, ein Informationsstand zum Thema „Abfallarm einkaufen – Plastik vermeiden“ und ein Vortrag über „Regenerative Energie für zu Hause“ standen auf dem Programm. Bis zur Wahl im März will der Ortsverband noch weitere Informationsveranstaltungen anbieten, die öffentlich bekanntgegeben werden.

Das Wahlprogramm der Grünen wurde in Teamarbeit in mehreren Sitzungen erarbeitet. Es steht unter der Leitlinie „Weil wir hier leben“ und erhebt den Anspruch, die Gemeinde sozial, kulturell und umweltfreundlich weiterzuentwickeln.

Der 23-jährige Vorsitzende, der auch für den Kreistag kandidiert, griff in seiner Rede die wichtigsten Ziele heraus. Unter anderem will man die Lebensqualität durch besseren Lärmschutz an der B 85 erhöhen. Auch Fußgänger, Radfahrer und Nutzer des ÖPNV solle das Leben erleichtert werden. So müsse durch eine verbesserte Taktung das Gemeindegebiet von Heinersreuth von morgens fünf Uhr bis Mitternacht mindestens im Stundentakt öffentlich erreichbar sein, auch an Wochenenden und in den Schulferien. Energie soll eingespart und klimafreundlich gewonnen werden sowie eine nachhaltige und klimaverträgliche Wirtschaftsweise auf kommunaler Ebene angestrebt werden. Allen Bürgerinnen und Bürgern soll zudem das Mitmachen und Mitentscheiden ermöglicht werden.

Laut Listenbewerber Joachim Weise sollte der Bauausschuss wieder öffentlich tagen. Volkmar Klatt sieht in dem neu gegründeten Ortsverband der Grünen eine „echte Wahlalternative zu den etablierten Parteien“. Die Bürger hätten es in der Hand, eine zusätzliche Kraft in den Gemeinderat zu wählen und damit ein Zweiparteien-System in Heinersreuth zu verhindern. red

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Wed, 18 Dec 2019 15:33:00 +0100
http://gruene-bayreuth-land.de/presse/press-detail/article/kraemer_fuehrt_liste_an_gruene_nominieren_kandidaten/ Kraemer führt Liste an: Grüne nominieren Kandidaten http://gruene-bayreuth-land.de/presse/press-detail/article/kraemer_fuehrt_liste_an_gruene_nominieren_kandidaten/ http://gruene-bayreuth-land.de/presse/press-detail/article/kraemer_fuehrt_liste_an_gruene_nominieren_kandidaten/ Nordbayerischer Kurier vom Mittwoch, 11. Dezember 2019, Seite 22 Der Mistelgauer Ortsverband... Angeführt vom Mistelgauer Tim Kraemer, Abteilungsleiter für Kundenzufriedenheit bei einem regionalen Versandhändler, wollten die Grünen einen sanfteren, sichereren und nachhaltigeren Verkehr, eine bessere Anbindung an das ÖPNV-Netz und mehr Möglichkeiten für Fahrrad- und E-Bike-Mobilität. „Wir stehen für einen effizienten Arten- und Klimaschutz auch auf Gemeindeebene und werden uns für die Interessen junger Familien, sowie jener der älteren Generation einsetzen, zum Beispiel durch eine Wiederbelebung der Einkaufsmöglichkeiten vor Ort. Außerdem fordern wir mehr Transparenz in der Kommunalpolitik“, heißt es.

Wer die Kandidaten persönlich kennenlernen will, dem bietet sich die Gelegenheit beim nächsten Stammtisch am Sonntag, 5. Januar, ab 16 Uhr im Gutshof Mengersdorf. red

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Wed, 11 Dec 2019 10:26:00 +0100
http://gruene-bayreuth-land.de/presse/press-detail/article/kandidat_der_gruenenandreas_von_hessberg_will_radikales_umdenken/ Kandidat der Grünen: Andreas von Heßberg will radikales Umdenken http://gruene-bayreuth-land.de/presse/press-detail/article/kandidat_der_gruenenandreas_von_hessberg_will_radikales_umdenken/ http://gruene-bayreuth-land.de/presse/press-detail/article/kandidat_der_gruenenandreas_von_hessberg_will_radikales_umdenken/ BAYREUTH. Seine Stimme hat gelitten. „Ich muss sie ölen“, sagt Andreas von Heßberg. Am besten mit... Er wird noch viel reden müssen bis zum Wahltermin im März. Dabei wird es immer um das große Ganze gehen, „ich denke ganzheitlich“. Das hat mit seiner wissenschaftlichen Ausbildung zu tun. Der Mann, der im Landkreis Kronach aufwuchs, kam 1987 nach Bayreuth, studierte Geoökologie, „da lernt man, global zu denken“. Es schloss sich die Promotion an, er blieb hier hängen – „weil es mir gefiel“, sagt er tags darauf im Redaktionsgespräch.

Grün seit 39 Jahren

Politisch engagierte er sich schon früh, „ich bin seit 39 Jahren bei den Grünen“. Er war auch bei den großen Demonstrationen dabei. Gegen den Nato-Doppelbeschluss etwa. Und, klar, auch in Wackersdorf. Beruflich war von Heßberg lange Zeit selbstständig. Als Gutachter. Das bot ihm die Chance, sich seine Zeit frei einzuteilen und so seiner großen Leidenschaft zu frönen – dem Reisen. Kein normales Reisen.

Reisen zu weißen Flecken

Es zog ihn dorthin, wo Touristen selten bis gar nicht hinkommen. Vor allem nach Zentralasien, nach Bhutan, nach Tibet. Oder auch in den Norden Sibiriens, nach Kamtschatka. Daraus entwickelte sich auch ein zweites berufliches Standbein: „Ich war immer auch journalistisch tätig, schrieb Reiseführer.“ Weil es über diese Regionen im deutschsprachigen Raum keine Literatur gab, „das waren quasi weiße Flecken“. Für die er durch seine Bücher später auch als Reiseleiter gebucht wurde.

Immer noch als Autor aktiv

Als Autor ist er immer noch aktiv, seine Reiselust musste er jedoch einschränken vor einigen Jahren. Da erhielt er einen Anruf von jenem Lehrstuhl der Uni, an dem er einst studierte. Ein Mitarbeiter hatte sich verabschiedet, „die wollten mich haben“. Er folgte diesem Ruf, arbeitet seitdem als Störungsökologe und Vegetationskundler. Stichwort Grünland: „Wir setzen Wiesen dem Klimawandel in beschleunigter Form aus, schauen, wie sich das auf die Artenvielfalt auswirkt.“ Heißt Wasserentzug, heißt Entfernen von Schnee als natürlichem Frostschutz.

Wissenschaftlicher in die Politik

Ja, das wirke sich schon auch auf sein politisches Denken aus. Der Klimawandel sei eben nicht zu leugnen, seit vier Jahrzehnten werde er von Wissenschaftlern vorausgesagt. „Spätestens nach dem Klimagipfel in Rio 1992 hätten wir reagieren müssen.“ Dass sich jetzt auch andere Parteien ein „grünes Mäntelchen umhängen“, helfe nur bedingt weiter. Weil dieses „Pseudogrün“ nur kurzfristig bis zum Ende einer Legislaturperiode angelegt sei, „da stecken keine Visionen dahinter“. Die brauche es aber. Und daher auch mehr Wissenschaftler in der Politik, gerade auch in der Kommunalpolitik. Denn es gehe nun mal um ein Umdenken im großen Stil, das müsse „von unten kommen“. Im Gegensatz zur Agenda 21 – „die ich nicht schlechtreden will“ –, die sei längst eingeschlafen, weil sie von oben aufgestülpt worden sei.

Unterstützen ja, einmischen nein

Es gelte die zahlreichen Aktionen zu nutzen, die gerade aus der Bevölkerung wachsen, „das ist ja viel mehr als Fridays for Future“. Von Politikverdrossenheit könne man kaum noch reden, „die Politik muss das unterstützen, darf sich aber gleichzeitig nicht einmischen“. Der Prozess des Umdenkens könne Jahre, ja Jahrzehnte dauern. Aber ein Anfang müsse gemacht werden. Das könne im Kreis, das könne in jeder Kommune sein.

Im Kleinen anfangen

„Wir sind jetzt mehrfach im Bereich Fair Trade und Klima-Check unterwegs, das ist ja schon mal was.“ Aber das genüge eben nicht. Die Städte und Gemeinden müssten vom Kreis Hilfe bekommen, gerade bei der Klimaberatung. Dazu müssten halt auch noch „ein, zwei Leute mehr eingestellt werden neben Bernd Rothammel, mit dieser Position zum Thema Klimaschutz und Energieberatung „sind wir immerhin schon Vorreiter“. Das müsse wachsen. Mache der eine Kreis etwas, könnten die Nachbarkreise nacheifern. Irgendwann mache vielleicht der ganze Bezirk mit. Dann weitere Bezirke, irgendwann der ganze Freistaat. „Das geht nicht von heute auf morgen, aber wir müssen aktuell handeln, wir sind ja eh schon zu spät dran.“ Diese Denke gelte auch für das Thema Mobilität, sagt der Mann, der einst den ADFC-Ortsclub Bayreuth mitgründete, 25 Jahre im Radrennsport aktiv war und bei vielen seiner Reisen sein Rad dabei hatte. Jetzt wohnt er mit seiner Lebenspartnerin und der fünfjährigen Tochter in einer beschaulichen Ecke bei Forkendorf. „Sieben Häuser, von Wald umgeben, da führt keine geteerte Straße hin.“ Was wiederum den Einsatz seines Rennrades torpediert, „denn da hast du schnell einen Platten“.

„Ich will niemand sein Auto wegnehmen“

Er wolle auch niemand sein Auto wegnehmen. Aber warum nicht Sharing-Modelle konsequent ausbauen? Und auf E-Bikes und Lastenfahrräder ausweiten? Warum nicht einen Busunternehmer finden, der einen Triebwagen zwischen Bayreuth und Pegnitz betreibt im Halb-Stunden-Takt? Warum nicht überhaupt in den Nahverkehr massiv investieren? „Vor allem in kleinere Busse mit zwölf bis 20 Sitzplätzen, die auch Wohnsiedlungen problemlos anfahren und Räder und Kinderwagen transportieren können“. Und da müsse auch der Preis stimmen, „sonst nutzen doch wieder alle das Auto“. Apropos Auto. E-Mobilität sei nicht alles, sei nur ein Teilaspekt. Zumal das, was da in manchen Ländern passiere, „aus denen die Metalle seltene Erden stammen, menschenunwürdig ist“. Das habe mit der Rohstoffgier der Menschen zu tun. Da schließt sich für ihn der Kreis in Sachen Nachhaltigkeit, in Sachen Bewusstseinsänderung: „Wir müssen einfach ökologischer denken und handeln, auch im Sinne der regionalen Kreisläufe.“ Was auch bedeute, die regionalen Produkte mehr zu schätzen. Dafür müsse die öffentliche Hand Vorreiter sein – „und das kann im Landratsamt losgehen“.

Strapazierte Stimme

Andreas von Heßberg macht sich auf den Weg zu seiner Thermoskanne, abends muss seine Stimme bei einer Nominierungsversammlung in Creußen wieder fit sein. Wie noch so oft in den kommenden Monaten.

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Fri, 29 Nov 2019 22:30:00 +0100
http://gruene-bayreuth-land.de/presse/press-detail/article/sandra_huber_will_fuer_die_gruenen_ins_pegnitzer_rathaus/ Sandra Huber will für die Grünen ins Pegnitzer Rathaus http://gruene-bayreuth-land.de/presse/press-detail/article/sandra_huber_will_fuer_die_gruenen_ins_pegnitzer_rathaus/ http://gruene-bayreuth-land.de/presse/press-detail/article/sandra_huber_will_fuer_die_gruenen_ins_pegnitzer_rathaus/ Von Julian Seiferth, 10.11.2019 - 13:00 Uhr Nordbayerischer Kurier PEGNITZ. Die Grünen haben ihre... Sandra Huber ist nun auch offiziell die Bürgermeisterkandidatin ihrer Partei in Pegnitz. Die 44-Jährige bekam am Freitagabend das einstimmige Votum der Parteimitglieder im ASV-Sportheim. Sie stellte bei ihrer Vorstellungsrede besonders den Wert der Kommunalpolitik heraus: „Hier vor Ort werden Bäume geschützt – oder eben ersatzlos gefällt. Hier wird entschieden, ob das Pegomobil am Markt hält – und ob man bereit ist, dafür auch mal zwei, drei Parkplätze herzunehmen.“

Seit sechs Jahren im Stadtrat

Leicht habe sie sich die Entscheidung nicht gemacht, sagte Huber der Mitgliederversammlung. Nach fast sechs Jahren im Stadtrat sei sie zu dem Schluss gekommen: „Ja, ich kann das.“ Als ihre Stärken nannte Huber unter anderem ihre Verwaltungserfahrung als Politikwissenschaftlerin, ihre Arbeit mit Menschen in einer Personalabteilung des öffentlichen Dienstes und ihre „sachliche und unaufgeregte“ Art, die sie sich als berufstätige und ehrenamtlich engagierte Mutter von drei Kindern angeeignet habe.

Von Frauen geprägt

Die Grünen hätten aus Zukunftsthemen aktuelle Diskussionen gemacht. Man sehe das an den Programmen anderer Parteien: „Alle wollen grüner, weiblicher, jünger, digitaler werden. Nicht zuletzt ist das die Reaktion auf die Fridays-For-Future-Demos – eine Bewegung, die übrigens ganz stark von jungen Frauen geprägt ist.“ Allerdings seien die anderen Parteien auf den Zug aufgesprungen – die Grünen hingegen bezeichnete Huber als „die Lokomotive“.

Jugendpolitik spielt wichtige Rolle

Als Bürgermeisterin wolle sie Pegnitz zur klimaneutralen Stadt machen. Auch die Jugendpolitik spiele für sie eine wichtige Rolle. Es brauche einen selbstverwalteten Jugendraum. Außerdem sollen die jungen Menschen auch ohne Eltern mobil sein können – durch einen regelmäßigen öffentlichen Nahverkehr und bedarfsgerechte Disco-Bus-Linien. Dazu müsse man die Jugendlichen allerdings ernsthaft beteiligen und sie unterstützen, wenn sie Anstöße geben. Zum Abschluss ihrer Rede gab Huber eine Anregung für politisches Engagement: „Ich will machen, nicht meckern“!

Verjüngungskur nötig

Einer der jungen Menschen, der diesem Ruf folgt, ist Stephen Schaak. Der 26-Jährige steht auf Platz 16 der 24-köpfigen Stadtratsliste der Grünen. „Ich bin der Überzeugung, dass der Stadtrat eine Verjüngungskur braucht“, erklärt Schaak seine Kandidatur. Als selbstständiger Unternehmer könne er eine wirtschaftliche Perspektive einbringen. Außerdem habe er sich bereits in der Vergangenheit für Jugendbelange in der Stadt eingesetzt. Stephen Schaak nennt dafür beispielhaft den Skatepark. „Grüne Politik wird immer wichtiger, auch in Pegnitz“, sagt der 26-jährige Unternehmer.

Mit Liste zufrieden

Ortsvorsitzende Tanja Potzler war zufrieden mit der Liste: „2014 hatten wir nur 16 Kandidaten. Jetzt sind es 24 plus einem Nachrücker.“ Dies gehe einher mit einem Mitgliederzustrom von knapp 140 Prozent in den vergangenen sechs Jahren allein in Pegnitz. Das Durchschnittsalter der Liste ist auch das der Spitzenkandidatin: 44 Jahre.

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Sun, 10 Nov 2019 20:11:00 +0100
http://gruene-bayreuth-land.de/presse/press-detail/article/sandra_huber_erklaert_ihre_plaene_fuer_pegnitz/ Sandra Huber erklärt ihre Pläne für Pegnitz http://gruene-bayreuth-land.de/presse/press-detail/article/sandra_huber_erklaert_ihre_plaene_fuer_pegnitz/ http://gruene-bayreuth-land.de/presse/press-detail/article/sandra_huber_erklaert_ihre_plaene_fuer_pegnitz/ Die Grüne Bürgermeisterkandidatin Sandra Huber erklärt ihre Pläne für die Stadt Pegnitz. PEGNITZ - Methoden der neunziger Jahre, fehlender Respekt für Frauen im Stadtrat und Flächenfraß – Sandra Huber hat so ihre Probleme mit der Politik in Pegnitz. Doch kann die designierte Bürgermeisterkandidatin der Grünen etwas ändern?

Nordbayerische Nachrichten. 07.11.2019

www.nordbayern.de/region/pegnitz/sandra-huber-erklart-ihre-plane-fur-pegnitz-1.9504369

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Thu, 07 Nov 2019 22:18:00 +0100
gruene-bayreuth-land.de_content785561 Klimaschutz im Landkreis http://gruene-bayreuth-land.de/presse/ Fri, 09 Jul 2021 11:41:47 +0200